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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Überflutung mittels Radarmessung erkennen

Wenn Autos in einer überfluteten Unterführung aufgrund verstopfter Sinkkästen feststecken, kann ein hoher Sachschaden entstehen. Die Elo-consult Elektrofachplanungs-GmbH, Nürnberg, entwickelte auf Basis des Vegaplus WL 61 der Vega Grieshaber KG, Schiltach, eine Überwachungslösung. Diese meldet, wenn sich Wasser aufstaut, und wird dabei nicht durch den Autoverkehr irritiert.


Im Winter verstopft Schnee regelmäßig die Abflüsse der Unterführung in Schwandorf, und es kommt zu Überflutungen der Fahrbahn.

Im Winter verstopft Schnee regelmäßig die Abflüsse der Unterführung in Schwandorf, und es kommt zu Überflutungen der Fahrbahn.

Im Winter kam es in zwei Unterführungen der südöstlichen Ortsumgehung von Schwandorf immer wieder zu kritischen Überflutungen. Auslöser war Schnee, der vom Räumdienst zusammen geschoben wurde und so die Sinkkästen blockierte. Dadurch sammelte sich Schmelzwasser in der Unterführung. Eine Meldung darüber geschah meist per Zufall, wenn ein Autofahrer die Gefahr erkannte und es der Stadt meldete. Dennoch kam es in der Vergangenheit zwei bis drei Mal pro Jahr zu der Situation, dass tatsächlich Fahrzeuge im Wasser festsaßen und durch die Feuerwehr gerettet werden mussten.
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Radarsensoren geben bei Überschwemmung eine Warnmeldung an die Stadt aus, die dann die Sinkkästen wieder freilegen lässt.

Bei normalen Witterungsverhältnissen läuft das Oberflächenwasser der Unterführungen über die Sinkkästen zu einem gemeinsamen Pumpensumpf. Von dort aus wird es über ein redundantes Pumpenpaar in das Kanalnetz der Stadt Schwandorf gefördert. Zwar wird das System überwacht, doch insbesondere bei viel Schnee funktioniert das System nicht einwandfrei, da das Wasser den Pumpensumpf gar nicht erst erreicht. Die Stadt musste deshalb reagieren. Eine Möglichkeit bestand darin, Druckaufnehmer in die Fahrbahn zu integrieren. Allerdings wäre diese Lösung sehr aufwendig in der Montage gewesen, da der Asphalt hätte aufgeschnitten werden müssen und es zu langen Sperrungen gekommen wäre. Zudem hätten Streusalz, Reifenabrieb und die starke mechanische Belastung durch Lkw die Sensoren schnell beschädigt. Den Druckaufnehmer am Rand der Fahrbahn zu installieren, wäre ebenfalls nicht sinnvoll gewesen, da auch dieser bei entsprechender Wetterlage vom Räumfahrzeug zugeschoben werden würde.
„Uns blieb somit nur noch der Blick von oben“, sagt Christian Laubmann von Elo-consult. Das Unternehmen plant für die Stadt Schwandorf schon seit längerem die elektrotechnische Sanierung und Anbindung an die Leittechnik der Sonderbauwerke, also Pumpwerke und Regenwasserbehandlungsanlagen im Abwassernetz.

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Autoren

 Nadine Deck

Vega Grieshaber KG, Schiltach,
n.deck@vega.com

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