Sonntag, den 17. Dezember 2017
Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 3

Energiemanagement spart Kosten für Strom und Wärme

Für Energiemanagement im Unternehmen gibt es gute Gründe – daher betreibt die Phoenix Contact GmbH & Co. KG mit Sitz in Blomberg seit dem Jahr 2013 ein aktives Energiemanagementsystem für die vier Produktionsstandorte in Deutschland. So werden alleine im ostwestfälischen Hauptstandort jedes Jahr rund drei Millionen Kilowattstunden Strom eingespart.


Ein umfangreiches Energiemanagement konnte am Hauptsitz von Phoenix Contact den Energiebedarf deutlich senken.

Ein umfangreiches Energiemanagement konnte am Hauptsitz von Phoenix Contact den Energiebedarf deutlich senken.

Bei dem weltweit tätigen Spezialisten für Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation sind Themen wie Energieeffizienz und Energiemanagement Teil der unternehmerischen Praxis. Am Hauptstandort Blomberg wird seit dem Jahr 1972 Wärmerückgewinnung aus Druckluft-Kompressoren genutzt. Schon 1987 wurden die ersten beiden mittels Heizöl betriebenen Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen – lange bevor die staatliche Förderung einsetzte. Gründe für die Einführung eines Energiemanagementsystems im Hause Phoenix Contact gab es mehrere: stetig steigende Energiekosten, Steuervorteile durch Einhaltung der sich verschärfenden gesetzlichen Auflagen, gezielte Nachfragen von Kunden nicht nur bei Ausschreibungen, Nutzung innovativer Produkte und Zukunftstechnologien aus dem eigenen Hause sowie unternehmerische Verantwortung. Nicht zuletzt trägt ein systematisches Energiemanagementsystem durch die Senkung der Kosten zur Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit bei. Somit entschied sich das Unternehmen 2012 zur Einführung der DIN EN ISO 50001. Die Erstzertifizierung erfolgte ein Jahr später.

Strategisches Ziel definiert

Eine vorrangige Aufgabe bei der Implementierung eines Energiemanagementsystems ist es, ein strategisches Energieziel zu definieren. Das Unternehmen hat sich dazu entschlossen, dieses Ziel mit einer jährlichen Energieeinsparung durch unterschiedliche Effizienzmaßnahmen zu verknüpfen. So sollen ab dem Jahr 2020 durch die seit 2013 implementierten Maßnahmen jährlich über 3 Mio. kWh Strom weniger verbraucht werden.
Allein durch die Umstellung von konventioneller Beleuchtung auf LED-Technik werden jährlich 270 000 kWh Strom eingespart. Dies entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 70 bis 90 Einfamilienhäusern. Darüber hinaus wurden insgesamt über 200 ungeregelte Heizungs- und Kaltwasserpumpen durch Hocheffizienzpumpen ersetzt. Das spart jährlich weitere 280 000 kWh Strom ein.
Als produzierendes Unternehmen mit großer Fertigungstiefe benötigt Phoenix Contact mehrere Millionen Kubikmeter Druckluft pro Jahr. Da Druckluft zu den teuersten Energieformen überhaupt zählt, muss sie besonders effizient erzeugt werden. Seit 2012 wurden drei Verdichter ausgetauscht, eine übergeordnete Steuerung installiert und das Leitungsnetz zur Reduzierung der Verluste optimiert. Diese Maßnahmen tragen mit weiteren 215 000 kWh/a dazu bei, das strategische Ziel zu verwirklichen. Insgesamt wurde das zum jetzigen Zeitpunkt bereits zu 89 % erreicht – bezogen auf das gesetzte Ziel von 3,3 Mio kWh.

Seite des Artikels
Autoren

 Stefan Gottschalk

Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg, sgottschalk@phoenixcontact.com

Verwandte Artikel

Nachhaltigkeit messbar machen

Handelsplattform für Altmetall und Schrott

Integrierte Softwarelösung für den Metall- und Rohstoffhandel

Softwaregestütztes Qualitätsmanagement

Auf Kurs in Richtung Klimaschutz

Integriertes Umweltmanagement bei der Druckproduktion