Freitag, den 15. Dezember 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 10-11-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Automatisches Probeentnahmesystem erleichtert Prüfung der Brennstoffqualität

Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen (EBS) war bisher in § 8 Abs. 3 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) geregelt und erleichterte es vor allem Industrieunternehmen mit einem hohen Energiebedarf, EBS wie etwa Altreifen bei der Herstellung ihrer Produkte zu verwenden. Da die Heizwertregelung jedoch zum 1. Juni 2017 abgeschafft wurde, bedeutet das unter anderem für Zementwerke, dass die aufgrund ihres hohen Heizwertes häufig eingesetzten Altreifen nun wieder vermehrt recycelt anstatt energetisch verwertet werden. Die Unternehmen müssen zudem künftig besonders auf eine hohe Qualität des Abfalls achten und diese regelmäßig im Labor überprüfen lassen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bietet die Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH Anlagen an, die automatisiert repräsentative Proben des Brennmaterials entnehmen und sie laborgerecht aufbereiten.


Da die Heizwertklausel kürzlich abgeschafft wurde und Altreifen wieder vermehrt recycelt werden, müssen die Unternehmen bei der Zementklinkerherstellung auf alternative Ersatzbrennstoffe umsteigen und regelmäßige Qualitätskontrollen durchführen. Zur Probeentnahme dient dabei das System von Erdwich.

Da die Heizwertklausel kürzlich abgeschafft wurde und Altreifen wieder vermehrt recycelt werden, müssen die Unternehmen bei der Zementklinkerherstellung auf alternative Ersatzbrennstoffe umsteigen und regelmäßige Qualitätskontrollen durchführen. Zur Probeentnahme dient dabei das System von Erdwich.

Am 1. Juni 2017 wurde auf Betreiben der EU die Heizwertregelung im deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz abgeschafft. „Dieser Paragraf hat es Industrieunternehmen wie Zementherstellern bisher ermöglicht, EBS für den Betrieb der Heizöfen einzusetzen. In erster Linie wurden dabei Kunststoffe aus Gewerbemüll, also beispielsweise Folien und Altreifen, verwendet. Voraussetzung dafür war, dass der Heizwert des Abfalls mindestens 11 000 KJ/kg beträgt“, erklärt Jürgen Graf, Vertriebsleiter bei der Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH. Laut Umweltbundesamt wurden im Jahr 2015 in Deutschland von den insgesamt 5,92 Mio. t Kunststoffabfällen 3,14 Mio. t energetisch verwertet, wobei 1,09 Mio. t als Ersatzbrennstoff in der Industrie zum Einsatz kamen.
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Da der Ursprung des Ersatzbrennstoffs Gewerbemüll ist, besteht der Abfall aus verschiedenen Materialien, die die Messer belasten können. Dem wirkt Erdwich mit robusten Materialien und speziellen Geometrien entgegen.

Die Abschaffung könnte nun erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Abfallströme haben. So wird erwartet, dass etwa 80 000 t Altreifen pro Jahr dem Recycling zugeführt werden sollen, die vorher noch als Ersatzbrennstoffe gedient haben. Das stellt die Unternehmen vor die Herausforderung, nach einem anderen, hochwertigen Ersatzbrennstoff zu suchen, der den Heizwert von 11 000 KJ/kg übertrifft. Welche Kriterien erfüllt sein müssen, um den Abfall verbrennen zu dürfen anstatt zu recyceln, steht jedoch noch nicht fest. Dennoch empfiehlt es sich für die Zementhersteller, das Material künftig noch regelmäßiger im Labor auf seine Qualität und den Heizwert hin zu überprüfen. Dies ist auch im Hinblick auf die Produktqualität des gebrannten Zementklinkers relevant, die unter anderem von den verbrannten Materialien abhängt.

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Autoren

 Harald Erdwich

Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH, Kaufering
infoline@erdwich.de
www.erdwich.com

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