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Ausgewählte Ausgabe: 10-11-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Predictive Maintenance –Druckluft-Sorglospaket für Betreiber

Druckluft ist ein wichtiger Energieträger in der Industrie. Ohne diese steht die Produktion still. Vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) trägt dazu bei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Das reduziert unvorhergesehene Ausfallzeiten und damit verbundene Produktionsengpässe oder schließt diese sogar aus. Ergebnis: Die Produktivität, Fertigungsqualität und Planungssicherheit steigen, Instandhaltungs- und Servicekosten sinken.


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Die übergeordnete Steuerung Sigma Air Manager 4.0 (SAM 4.0) fungiert als Managementsystem für die Druckluftkomponenten und als Knotenpunkt für die sichere Datenübertragung.

Maschinen erst reparieren, nachdem ein Störfall eingetreten ist – das war gestern – auch in der Drucklufttechnik. Heute ermöglichen moderne Steuerungstechniken wie zum Beispiel der Sigma Air Manager 4.0 (SAM 4.0), kombiniert mit intelligenter Datenanalyse, eine vorausschauende Instandhaltung der Druckluftversorgung. Dank der digitalen Vernetzung, der Kommunikation der Maschinen untereinander und mit Hilfe eines Service-Centers können Betreiber und Hersteller Zustandsdaten von Maschinenkomponenten laufend erfassen und analysieren, um den optimalen Wartungszeitpunkt vorherzusagen. Durch Predictive Maintenance lassen sich drohende Ausfälle frühzeitig erkennen, Prozesse beschleunigen und Produktionsstillstände vermeiden.
Für Kaeser ist das kein neues Thema. Bereits seit über 30 Jahren bietet das Unternehmen Betreibermodelle für Druckluft an, bei denen der Kunde nur für die tatsächlich bezogene Druckluftmenge bezahlt. Kaeser bleibt Eigentümer der Druckluftstation (Contracting) und kümmert sich um alles Weitere. Um die Kosten möglichst gering und die Verfügbarkeit hoch zu halten, wurden schon vor langem maschinenintegrierte und -übergreifende Steuerungen und Teleservice entwickelt und eingesetzt. Jedoch erst die Verfügbarkeit von modernen Datenbanken und die deutlich weiterentwickelte Sensortechnologie eröffnete die Möglichkeit, die Instandhaltung in Echtzeitüberwachung vorausschauend durchzuführen.

Maßgeschneiderte Angebote

Da Kunden unterschiedliche Bedürfnisse haben, gibt es auch verschiedene, jeweils passend darauf zugeschnittene Dienstleistungs-Angebote: Ein Modell (Sigma Air Utility), baut auf den bereits vorhandenen Contracting-Lösungen auf und sieht vor, dass der Kunde sich um nichts kümmern muss. Die gesamte Verantwortung bleibt bei Kaeser. Der Kunde zahlt – ähnlich wie bei Wasser oder Strom – nur die Druckluft, die er verbraucht. Das schont seine finanziellen Ressourcen, die er stattdessen für sein Kerngeschäft einsetzen kann.

In der Station selbst kommunizieren die einzelnen Komponenten zur Drucklufterzeugung mit der übergeordneten Steuerung.

In der Station selbst kommunizieren die einzelnen Komponenten zur Drucklufterzeugung mit der übergeordneten Steuerung.


Ein weiteres Modell (Sigma Smart Air) ist auf solche Kunden zugeschnitten, die Eigentümer der Station sind. Was Service und Verfügbarkeit betrifft, sind sie jedoch genauso sorgenfrei, wie diejenigen, die sich für eine Contracting-Lösung entscheiden, denn Kaeser übernimmt die komplette Betreuung. Nach Einschätzungen und ersten Erfahrungen sind mit diesem Modell für den Kunden bei den Servicekosten Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich.
Ob nun der Kunde Eigentümer der Druckluftstation ist oder Kaeser – die Basis für eine grundsätzliche Nutzung von Predictive Maintenance ist der Sigma Air Manager 4.0. Diese Kernsteuerungstechnik wurde von Kaeser entwickelt, genauso wie die sich anschließenden Analysetools. Die maschinenübergreifende Steuerung selbst ist das Herzstück einer Druckluftstation und nimmt die Schlüsselrolle für künftige Dienstleistungen im Sinne von Industrie 4.0 ein. Als die zentrale Intelligenz übernimmt sie die Steuerungsaufgaben und das Datenstreaming ins Data-(Service)-Center. Dort werden die Daten überwacht und laufend analysiert. Sofern potenzielle Störungen erkennbar sind, setzt sich automatisch ein Prozess in Gang, der es gar nicht so weit kommen lässt, dass etwas ausfällt. Neben der Störungsanalyse ermittelt die Steuerung auch, wann tatsächlich eine Wartung fällig ist, statt feste Wartungsintervalle vorzusehen. Der Wechsel zu bedarfsorientierter Instandhaltung spart ebenfalls Kosten.

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Autoren

 Daniela Koehler

Kaeser Kompressoren, Coburg,
daniela.koehler@kaeser.com

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