Freitag, den 15. Dezember 2017
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UBA: Umweltwirtschaft bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor

Umweltschutz ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Deutsche Umweltschutzgüter sind in allen Weltregionen und über alle Umweltschutzbereiche hinweg gefragt. Das zeigt ein aktueller Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) zur Umweltwirtschaft 2015. Deutsche Unternehmen produzierten im Jahr 2015 Güter im Wert von über 83 Mrd. €, die für Umweltschutzzwecke eingesetzt werden können. Gleichzeitig steigt der internationale Wettbewerb. China konnte vor allem aufgrund der Produktion von Solaranlagen seinen Anteil am internationalen Handel mit potenziellen Umweltschutzgütern seit 2002 mehr als verdreifachen und ist nun Exportweltmeister. Deutschland liegt mit einem Welthandelsanteil von 13,5 % an zweiter Stelle (China 16,2 %). Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA betont, dass der weltweite Markt für Umweltschutzgüter stetig wächst – seit einigen Jahren insbesondere in aufstrebenden Schwellenländern in Asien, Südamerika und aktuell auch Afrika. Deutschland müsse daher aufpassen, seine derzeit gute Stellung hier nicht zu verlieren. Die Umweltpolitik ist gefordert und muss mit den notwendigen langfristigen Zielen und den richtigen ökonomischen Rahmenbedingungen Planungssicherheit für Investoren schaffen. Krautzberger führt weiter aus, dass Deutschland noch gut da stehe, nicht zuletzt, weil die Unternehmen schon früh mit hohen umweltpolitischen Standards konfrontiert waren. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass diese gute Position verloren geht, wenn nur noch die europäischen Mindeststandards umgesetzt werden. Um Innovationen zu fördern, ist ein anspruchsvolles Umweltrecht gefragt. Hier muss eine entsprechende Entwicklung in der EU und in Deutschland vorangetrieben werden. Lag das Produktionsvolumen im Umweltschutz 2013 noch bei 81,6 Mrd. €, ist es 2015 auf über 83 Mrd. € leicht gewachsen. Es entspricht jetzt 6 % der gesamten Industriegüterproduktion. Güter, die dem Klimaschutz dienen können, stellen mit 40 % des Produktionsvolumens erneut den mit Abstand größten Umweltbereich. Hierzu gehören beispielsweise Windenergie- und Solaranlagen.Die Weltklimakonferenz in Bonn hat noch einmal ganz deutlich gemacht, dass der Klimawandel konsequent bekämpft werden muss. Die weltweiten Anstrengungen hierzu werden auch dazu führen, dass der Weltmarkt für Klimaschutzgüter und Klimaschutztechnologien wächst. Hieraus ergeben sich wirtschaftliche Chancen, die genutzt werden sollten. Für die Beurteilung der internationalen Wettbewerbsposition sind nicht nur die Exporte, sondern auch die Importe von Bedeutung. Denn deutsche Unternehmen konkurrieren mit ihren Produkten auch im eigenen Land mit ausländischen Anbietern. Die Entwicklung der letzten Jahre bei Solarzellen hat dies ganz klar verdeutlicht. Bei Windkraftgütern konnten deutsche Unternehmen hingegen in den letzten Jahren Anteilsgewinne auf Auslandsmärkten verzeichnen. Besonders wettbewerbsstark ist die deutsche Industrie traditionell in den Bereichen Mess-, Steuer- und Regeltechnik für den Umweltschutz sowie Abfall- und Abwassertechnologien. Die Informationen zur Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Umweltwirtschaft werden alle zwei Jahre vom Umweltbundesamt aktualisiert und veröffentlicht. www.uba.de

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