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13.11.2008

Klimafreundliche Wärmeversorgung für Welterbe Zollverein Schacht XII

Die Schachtanlage Zollverein XII wird seit Oktober 2008 mit Fernwärme beheizt. Das Industriedenkmal, das die UNESCO im Dezember 2001 offiziell zum Welterbe erklärt hat, verfügt damit über eine klimafreundliche Form der Wärmeversorgung, die im umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung-Verfahren hergestellt wird. Am 12. November 2008 wurde der Anschluss an das Fernwärmenetz mit der offiziellen Einweihung der Heizzentrale gefeiert.

Zuvor hat die Eigentümerin des Geländes von Zollverein Schacht XII, die LEG Stadtentwicklung GmbH & Co. KG – im Treuhandauftrag des Landes Nordrhein-Westfalen für den Grundstücksfonds – in Abstimmung mit der Stiftung Zollverein – als künftiger Eigentümerin im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die zukunftsfähige Energieversorgung prüfen lassen. Dabei wurden die auf Zollverein vorhandenen Ressourcen wie Grubenwasser und Grubengas sowie die bestehenden und zukünftigen Wärmebedarfe des Geländes vor dem Hintergrund der neuen technischen Entwicklungen in der Wärmeversorgung untersucht. Auf Grundlage der hierbei erzielten Ergebnisse wurden die Kriterien für eine europaweite Ausschreibung des Energie-Contractings festgelegt.

„Nach sorgfältiger Prüfung und unter besonderer Berücksichtigung von Umweltverträglichkeit, Preis und Preisentwicklung haben wir in der Fernwärme die optimale Wärmeversorgung für das Welterbe Zollverein mit all seinen Besonderheiten gefunden“, so Dr. Rolf Heyer, Geschäftsführer der LEG Stadtentwicklung GmbH & Co. KG.

„Für das Welterbe Zollverein als herausragendes Projekt des Strukturwandels der Metropole Ruhr ist die Wahl der Wärmeversorgung besonders wichtig. Für die Stiftung Zollverein ist es hierbei entscheidend, dass es sich bei der Fernwärme um ein klimafreundliches und damit zukunftsfähiges Modell handelt“, erläutert Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein.

Für Zollverein beginnt eine neue Ära der Wärmeversorgung durch ein ausgefeiltes Wärmecontracting. „Hier kann swb Services ihre volle Leistungsfähigkeit zeigen: technisches Know how, kombiniert mit einem auf Nachhaltigkeit ausgelegten Geschäftsmodell“, führte Dr. Torsten Köhne, Vorstand der swb AG aus.

Wärmelieferant ist die Essener Evonik Fernwärme GmbH, die für den Anschluss knapp 5 km Fernwärmeleitungen verlegte. Dr. Jörg Terrahe, Mitglied der Geschäftsführung von Evonik Steag GmbH, betonte: „Mit dem Bau der neuen Fernwärmeleitung verbindet sich die Hoffnung, neben der Partizipation am stetigen Aufwärtstrend des Welterbes Zollverein auch in den tangierten Stadtteilen zukünftig ökonomisch vernünftige und ökologisch sinnvolle Wärme an Kunden absetzen zu können.“

Bereits 2007 übernahm die swb Services GmbH & Co. KG die Wärmeversorgung der Liegenschaften auf Schacht XII. Zielsetzung der vorangegangenen europaweiten Ausschreibung durch die LEG Stadtentwicklung GmbH & Co. KG war eine zukunftsorientierte, umweltverträgliche Wärmeversorgung des Standortes für die nächsten 15 Jahre. Ursprünglich übernahm swb Services ein komplett verglastes Heizhaus, das auf den Fundamenten des ehemaligen Kühlturms I errichtet wurde. Darin waren zwei Heißwasserkessel mit einer Gesamtleistung von 5.250 kW installiert. Erst wurde als Brennstoff Kohle, später Heizöl eingesetzt; jetzt wurde auf Fernwärme umgestellt. Über zwei bestehende Nahwärmestränge wird die Wärme zu den einzelnen Abnehmern transportiert. Die Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 2008.




Verweiswww.evonik.com



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