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29.07.2010

VIK: EEG-Belastungen höher als vom BMU ermittelt

Mindestens 3,5 Cent/kWh EEG-Umlage und nicht 2,7 bis 2,8 Cent/kWh, wie das BMU verlautbart, erwartet der VIK, die Interessenvertretung der industriellen Energiekunden. Dies wäre eine Steigerung gegenüber aktuell 2,047 Cent/kWh von über 70%, verursacht laut VIK vor allem durch den „explosionsartigen Zubau“ von Solaranlagen sowie durch geringere Einnahmen der Übertragungsnetzbetreiber aus der Vermarktung des EEG-Stroms an der Börse.

„Die Konsequenzen dieser Zahlen für die industriellen Stromkunden sind überaus dramatisch. Schon für mittlere Unternehmen geht es um Mehrkosten in Millionen Höhe – Tendenz steigend“, sagt Birgit Ortlieb, Geschäftsführerin des VIK. Diese Kostenlasten träfen außerdem für die Mehrzahl der Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit den Plänen zur Ökosteuererhöhungen zusammen.

Konkret beziffert bedeutet dies nach Rechnungen des Verbandes, dass zum Beispiel für eine mittelständische Eisengießerei mit einem jährlichen Strombedarf von etwa 100 GWh, im Jahr 2011 nach BMU-Zahlen mit einem Anstieg der EEG-Kosten von etwa 800.000 Euro zu rechnen sei. Die Abschätzung des VIK liege sogar bei mindestens 1,5 Mill. Euro – zusätzliche EEG-Kosten, die zu den ohnehin bereits fälligen 2 Mill. Euro für die Förderung erneuerbarer Energien hinzukämen.

„Dies wird in der ‚Erfolgsgeschichte EEG‘ bisher weitestgehend verschwiegen. Neben der unbedingt notwendigen Beibehaltung bestehender Entlastungsregeln für besonders energieintensive Industrien, bedarf es dringend einer Deckelung der EEG-Umlage für alle Stromverbraucher“, fordert Birgit Ortlieb.

Der VIK ist seit 60 Jahren die Interessenvertretung von energieintensiven Unternehmen aller Branchen, wie etwa Aluminium, Chemie, Glas, Papier, Stahl oder Zement. Er berät seine Mitglieder in allen Energie- und energierelevanten Umweltfragen. Im VIK haben sich 80 % des industriellen Energieeinsatzes und in Deutschland zusammen geschlossen.

VerweisVIK



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